Die Telefonzelle oder Telefonkabine hat über Jahrzehnte das Straßenbild Europäischer Städte dominiert. Meist in grellen Farben gehalten, damit man Sie schon von weitem erkennen kann, ermöglichte die Telefonzelle Menschen unterwegs in einer Zeit als es noch keine Mobiltelefone gab Anrufe von unterwegs zu machen. In vielen Ländern war die Telefonzelle des lokalen Telefonanbieters über Jahrzehnte ein Wahrzeichen der Landeskultur und der nationalen Identität. Auch Hotels und Bürogebäude waren bis ins Jahr 2000 fast überall standardmäßig mit Telefonkabinen ausgestattet, sodass Reisende Ihren Lieben zu Hause Bescheid geben konnten, dass es Ihnen gut geht.

Handys haben Telefonzellen überflüssig gemacht - zumindest auf den Straßen

Rote Telefonzellen London
Telefonzellen sind aus dem Straßenbild weitgehend verschwunden

Mit der Erfindung des Mobiltelefons wurde die Telefonzelle Schritt für Schritt aus unseren Straßen und öffentlichen Räumen vertrieben. Heute findet man öffentliche Telefonzellen nur noch sehr selten – fast ausschließlich an Flughäfen oder Bahnhöfen. Die ausgemusterten Telefonzellen fristen auf „Telefonzellen-Friedhöfen“ ein trostloses Dasein und warten darauf endgültig verschrottet zu werden.

In den letzten Jahren erlebte die Telefonzelle allerdings in leicht abgewandelter Form eine Renaissance: Während das Mobiltelefon unser aller Leben im Sturm erobert hat, war eine weitere und nicht ganz so offensichtliche Entwicklung zu beobachten: Der Trend zum Großraumbüro. In den 70er und 80er Jahren bestanden Büros noch meist aus Einzelbüros oder kleineren Büroräumen mit einigen wenigen Schreibtischen. Inzwischen sind Innenarchitekten dazu übergegangen, große, offene Flächen ohne Trennwände und Parzellierung zu schaffen. Das fördert eine offene Kultur und gemeinsames Arbeiten

In Büros erlebt die Telefonzelle heute eine Renaissance

Allerdings gibt es dabei ein Problem: Lärm. Wer einmal in einem Großraumbüro gearbeitet hat, weiß wovon die Rede ist. Jeder hört die Telefonate seines Gegenübers und seiner Tischnachbarn. Bei wichtigen Telefonaten, wie Interviews, Verhandlungen oder Feedbacktelefonaten ist das ein Problem – nicht nur für den Mitarbeiter sondern auch für das Gegenüber am anderen Ende der Leitung.

Zur Lösung dieses Problems ist in den letzten Jahren die Telefonzelle oder Telefonkabine aus Ihrem Dornröschenschlaf erwacht. Immer mehr Arbeitgeber errichten in Arbeitsräumen Rückzugsräume in Form von Telefonkabinen. So können Mitarbeiter sich für wichtige Telefonate kurzzeitig in eine dieser Kabinen zurückziehen und ungestört telefonieren.

Büro-Telefonkabinen sind ihren älteren Schwestern von der Straße nicht unähnlich

Vom Prinzip her sind diese modernen Büro-Telefonkabinen den herkömmlichen Telefonzellen nicht unähnlich. Auch sie sind ca. 1m2 große schallisolierte Kabinen mit einer Glastür. Allerdings fehlt der Münzfernsprecher. Zudem sind Design und Farbgebung in den meisten Fällen deutlich dezenter. Schließlich muss man ja nicht mehr dafür sorgen, dass die Telefonzelle auch aus großer Entfernung sofort erkennbar ist. Moderne Telefonkabinen für Büros sind üblicherweise mit einer elektronischen Belüftung, einer Beleuchtung und mit Stromanschlüssen ausgestattet. Es gibt einen kleinen Tisch und einen Stuhl oder Hocker. So können die Kabinen auch genutzt werden, wenn man gar nicht telefonieren, sondern sich einfach mal eine Stunde ungestört konzentrieren will.

Für Bürobetreiber sind Telefonkabinen auch aus einem anderen Grund interessant: Sie verhindern, dass für wichtige Telefonate Besprechungsräume durch einzelne Mitarbeiter blockiert werden. Es wird geschätzt, dass bereits knapp die Hälfte aller Großraumbüros mit Telefonkabinen ausgestattet sind. Ironischerweise bedeutet das, dass es heute in Deutschland bereits mehr aktive Telefonzellen gibt als das vor Erfindung des Mobiltelefons der Fall war. Wenn Sie mehr zu Office Telefonkabinen erfahren wollen, dann klicken Sie hier.

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